Es wird geschätzt, dass etwa 80% der Bevölkerung Mestizen aus indianisch-spanischer, aber auch afrikanisch-asiatischer Abstammung sind. Weitere 8 bis 10% sind Indios und etwa 10% Weiße, meist altspanischer Herkunft. Trotz ihres geringen Anteils an der Gesamtbevölkerung spielen die Weißen nach wie vor eine dominante Rolle im politischen und wirtschaftlichen Leben.
Indios bildeten noch 1870 die Bevölkerungsmehrheit, aber bereits 1921 betrug ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung nur noch 30%. Der Großteil der Urbevölkerung ist im zentralen Hochland, im Süden und an der Ostküste konzentriert. Man geht davon aus, dass von den heute10-15 Millionen Indios etwa ein viertel kein Spanisch spricht, was ungefähr 8% der mexikanischen Gesamtbevölkerung entspricht. Die ursprünglich fast 130 Sprachen der Ureinwohner konnten sich nicht halten, aber einige von ihnen werden noch bis heute in den Indiogebieten gesprochen.
Zum heutigen Tag erkennt der mexikanische Staat 52 individuelle Indianergruppen an, inoffizielle Schätzungen besagen jedoch, dass es noch etwa 115 dieser Gruppen gibt. Zu den größten und bekanntesten Indiostämmen, die zum teil noch ein eigenständiges Leben führen, gehören die Náhua, Otomí, Tarasken, Mazateken, Zapoteken, Tzotzil, Yucatan-Maya. Gut zwei Dutzend Indiostämmen wird in ihren Wohngebieten weitgehende Selbstverwaltung zugestanden. Ungeachtet der Tatsache, dass der mexikanische Staat das Erbe der indianischen Ureinwohner stolz zur Schau stellt, stehen deren direkte Nachkommen ökonomisch und sozial am Rand der Gesellschaft. Bestrebungen zur Integration führen immer wieder zu Konflikten in Mexiko. |