Die Hauptstadt der Halbinsel ist Mérida, auch die "weiße Stadt" genannt. Vor der Erfindung der Kunstfaser war Mérida durch die Gewinne der Henequénindustrie eine sehr wohlhabende Handelsstadt. Die Bezeichnung ciudad blanca (weisse Stadt) stammt aus dieser Zeit und rührt daher, dass die Bewohner Méridas meist weiß gekleidet waren und die Straßen sauber hielten. Der historische Stadtkern lässt bis heute noch auf die einstige koloniale Pracht der Stadt und ihren Reichtum schließen. Das Ambiente ist beschaulich und das angenehm warme Klima lässt unterschiedliche Blumen in voller Pracht erblühen. Heutzutage ist Mérida weithin bekannt für seine Hängematten. Man kann sich hier sogar seine eigene Hängematte entwerfen und anfertigen lassen.
Unweit von Mérida befindet sich an einer großen grünen Lagune gelegen, der kleine Fischerort Celestun, welcher Ausgangspunkt für Exkursionen in den gleichnamigen Naturschutzpark ist. Hier sehen sie Unmengen an Wasservögeln wie Flamingos, Pelikane, Kormorane uvm. Am zahlreichsten sind die Exoten in der Zeit von März/April und Juni/Juli vorzufinden.
Etwa 90 km südlich von Mérida, in der Hügellandschaft der Puuc Berge, stößt man sowohl auf malerische, kleine Dörfer der Maya als auch auf eine ganze Reihe von kleineren Ausgrabungsstätten wie Kabáh, Sayil, Xlapak und Labná. Das gesamte Gebiet kann auf der sogenannten Puuc Route abgefahren werden. Touristische Hauptattraktion ist zweifellos Uxmal, welches zusammen mit Chichen Itza, zu den beiden wichtigsten Maya Stätten Mexikos zählt. Die kleineren Ausgrabungen stehen Uxmal außer in ihrer Größe jedoch um nichts nach, sie sind ebenso reizvoll und spiegeln den typischen Stil der Maya teilweise sogar besser wieder als die größere Schwester.
Chichen Itza: Fünf Quadratkilometer Urwald mussten gerodet werden, um nur einen Teil der Maya Ruinen von Chichen Itza wieder sichtbar zu machen. Rund 700 Jahre lang war der Ort eine heilige Stätte der Maya und später, im 11.und 12. Jahrhundert, politisches und religiöses Zentrum der Tolteken. Chichen Itzá wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe der Menschheit erklärt und ist eine der größten und bestrestauriertesten Ausgrabungen der Welt. Die Pyramide des Kukulkán ist bestimmt das berühmteste Bauwerk der einstigen Maya Stadt. Zweimal im Jahr, am 21. März und am 23. September erweckt das Licht und Schattenspiel der Sonne den Eindruck als würden sich Schlangen auf den langen Treppen der Pyramide herunterschlängeln – ein extrem beeindruckendes Ereignis, das Tausende von Besuchern anzieht.
An der karibischen Küste von Yucatán entlang erstreckt sich zwischen Cancun im Norden und Tulum im Süden die berühmte Riviera Maya. Die meisten Besucher kommen hierher, um an den makellosen Stränden zu entspannen und das fast ganzjährig warme Wetter zu genießen. Eine Anzahl von Freizeit- und Naturparks sowie einige kleinere Ausgrabungsstätten runden den klassischen Badeurlaub ab. Cancun ist in den letzten 30 Jahren von einem kleinen Fischerdorf zu einer der größten Touristenmetropole Lateinamerikas herangewachsen, in dem es von Restaurants bis Einkaufszentren wirklich alles gibt, was das Pauschalurlauber-Herz erfreut und an dessen malerischen Stränden sich ein Hotel neben das andere reiht. Die Stadt ist in zwei Hälften aufgeteilt, die Innenstadt auf dem Festland und die sogenannten Zona Hotelera, dem eigentlichen Badeort, der sich auf einer vorgelagerten Insel befindet und mit dem Festland durch Brücken verbunden ist. Als Ausgangspunkt für die Weiterreise durch Yucatan oder zum Ausspannen nach einer solchen ist Cancun bestimmt für ein bis zwei Tage geeignet. Länger sollte man sich hier jedoch nicht aufhalten, zumindest nicht, wenn man das wahre Mexiko kennen lernen möchte.
Ungefähr 60 km südlich von Cancun kommt man dann nach Playa del Carmen, das nach Cancun das zweite Zentrum der Riviera Maya ist. Playa del Carmen ist wesentlich kleiner und beschaulicher als Cancun und dadurch reizvoller und einladender zum entspannen und Sonne tanken. Von hier aus kann man sowohl Cancun als auch Tulum leicht erreichen und der Freizeitpark X-caret liegt gleich um die Ecke.
Am südlichsten Ende der Riviera Maya, ungefähr 50 km südlich von Playa del Carmen, befindet sich Tulum. Diese einstige Maya Stätte besticht vor allem durch ihre einmalige Lage: 12 Meter über dem Meer thront das Castillo weithin sichtbar über dem karibischen Meer. Die Strände hier sind genauso schön, wenn nicht sogar ein bisschen schöner (weil nicht so überlaufen) wie in Cancun und Playa Del Carmen, wodurch Tulum ganz besonders zu ein paar Tagen Sonne und Strand einlädt. Ein besonderer Geheimtipp sind die Cabanas (kleine Hütten) am Strand, wo man so richtig mit der Seele baumeln kann.
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